Hartung-Gorre Verlag

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Das erste Buch:

 

Uwe Keller

 

Plötzlich sprachlos
Diagnose: Schlaganfall

 

Schritt für Schritt und Wort für Wort
zurück ins aktive Leben

 

Vorwort von Dr. Luise Lutz

7. Aufl. 2015. 100 Seiten, €14,80.
ISBN 978-3-86628-329-9 und 3-86628-329-6

 

 

 

 

Uwe Keller erlitt am 18.02.1998 einen leichten Schlaganfall. Wie man so schön sagt: Aus heiterem Himmel hat ihn der Schlag getroffen. Die Sprachstörungen sowie die Sensibilitätsstörung am linken Arm bildeten sich komplett zurück. Am 21.09.2001 erlitt Uwe Keller seinen zweiten Schlaganfall, wieder ohne jegliche Vorwarnung, doch dieses Mal hatte dies für ihn wesentlich schwer wiegendere Folgen.

Was er alles erlebt, gesehen und wieder gelernt hat und wie er es geschafft hat, andere Menschen zu motivieren und auch selbst immer an sich zu „arbeiten“, hat ihn bewogen, dieses Buch zu schreiben.

 

Mit Ratschlägen des Autors und anderer Betroffener an Aphasiker für leichteren Umgang mit alltäglichen und schwierigen Situationen.

 

Im August 2015 ist sein zweites Buch erschienen

 

 

 

Das zweite Buch:

 

Uwe Keller

 

Plötzlich sprachlos
Schlaganfall – Zweiter Teil

 

Mein zweiter beachtenswerter Lebensweg

 

Vorwort von Frau Prof. Dr. Norina Lauer

1. Aufl. 2015. 156 Seiten, €16,80.
ISBN 978-3-86628-530-9

 

 

 

 

 

Was er nach den ersten Reha-Klinikaufenthalten alles erlebt, gesehen und unternommen hat, und wie er selbst andere Menschen motivieren konnte, hat ihn bewogen, sein erstes Buch mit diesem zweiten Teil fortzusetzen.

 

 

Uwe Keller, Plötzlich sprachlos

Uwe Keller, Plötzlich sprachlos

 

 

 

 

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Zum Autor:     Uwe Keller

                        geboren  31.05.1953

                        in Zaberfeld

                        2 Töchter

Beruf:             Gärtner

Geschwister:  3

 

 

 

 

 

Seit April 2012 gibt es einen Film über Uwe Keller:

 

 

Uwe Keller

 

Plötzlich sprachlos
Diagnose: Schlaganfall

 

Schritt für Schritt und Wort für Wort
zurück ins aktive Leben

 

Diese DVD enthält Auszüge aus

meinen Lesungen in Idstein, Nürtingen und Berlin

sowie einige Ausschnitte aus meinen

Sprachtherapien in der Frührehabilitation.

 

1. Aufl. 2012. Spieldauer etwa156 Minuten, € 9,80.
ISBN 978-3-86628-423-4 und 3-86628-423-3

 

 

 

Aus dem Vorwort von Dr. Luise Lutz:

Wer mit Aphasie zu tun hat, weiß, dass sie aus dem Hinterhalt über das gesamte Leben der Betroffenen herfällt und sie mit ihren Angehörigen hilflos zurücklässt. Auf Verzweiflung und Ratlosigkeit folgt oft Einsamkeit, weil weder die Aphasiker noch ihre Umgebung wissen, wie sie diesen Abgrund der Sprachlosigkeit überwinden können. Es dauert lange, bis sie die fast übermenschlichen Kräfte entwickeln können, die nötig sind, um dieser lähmenden Einsamkeit zu entkommen.

 

Es gibt einige bewegende Berichte von Aphasikern, die ihre jahrelangen Kämpfe auf dem Weg zurück ins Leben beschreiben. Uwe Kellers Text gehört dazu. Er hat darüber hinaus eine ganz besondere Qualität, die man sonst Bestsellern nachsagt: Man kann nicht zu lesen aufhören! Mit ungewöhnlicher Intensität nimmt er uns Leser mit in seine aphasische Welt. Er fängt uns ein: Ich durchlebe seine Ängste mit ihm; ich bin stolz mit ihm, wenn "Ball" verständlich aus seinem Mund kommt, und ich kann – zwischen den vielen erschreckenden Erlebnissen – immer wieder mit ihm lachen.

 

Uwe Keller hat nach dem Schlaganfall intuitiv die Mittel gefunden, die ihn zur Sprache, zu den Menschen, zur Welt zurückbringen konnten. Eins der wichtigsten: Er hat von Anfang an versucht, ständig - fast ohne Worte - Kontakt zu seiner Umgebung aufzunehmen, und er hat nie resigniert, wenn seine mühsamen Kommunikationsversuche scheiterten. "Menschen sind für mich der Schlüssel zur Sprache", sagt er und spricht damit aus, was für alle Aphasiker gilt. Sprache entsteht im Gespräch, ein Gesprächspartner regt sie im anderen an.

 

Allerdings genügen Gespräche nicht, die tiefe Krise zu überwinden, die mit Aphasie verbunden ist. Jeder Aphasiker muss die Tatsache seiner Aphasie mit allen Konsequenzen nicht nur erkennen, sondern auch akzeptieren. Uwe Keller weiß, wie schwer das ist. Aber er hat es geschafft. Hinter der Schilderung seiner traurigen wie seiner komischen Erlebnisse ist seine Botschaft zu spüren: "Das Leben ist trotz Behinderung lebenswert."

 

Ich freue mich, dass es dieses Buch gibt. Und ich freue mich, dass es Uwe Keller gibt. Beiden wünsche ich viel Erfolg.

 

Luise Lutz

 

Schlagwörter: Aphasie, Schlaganfall, Apraxie, Rehabilitation, Logopädie, Selbsthilfegruppe, Aphasiker, halbseitig gelähmt

 

 

Besprechung in FORUM Logopädie - Ausgabe 05/10, Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

 

Uwe Keller lässt uns teilhaben an seiner Verzweiflung, seinen Kämpfen, Hoffnungen und Erfolgen nach einem Schlaganfall

 

"Ein Buch, das Mut macht", findet unsere Rezensentin Dr. Monika Rausch.

Bevor du über einen Mensch urteilst, musst du erst drei Monde in seinen Mokassins gelaufen sein. Diese indianische Redensart lädt dazu ein, sich in die Perspektive eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Das Buch von Uwe Keller lädt dazu ein, sich in die Perspektive eines Aphasikers zu versetzen, genau genommen in die Perspektive des Uwe Keller. Dabei handelt es sich nicht um eine Autobiographie. Über den Autor und sein gesamtes Leben erfährt der Leser nur wenige Daten und einzelne Informationen. Dafür spricht das ganze Buch über die Krankheit, "den Blitz aus heiterem Himmel", die Folgen und deren Bewältigung. Uwe Keller lädt in seinem Buch ein, seine Perspektive auf eine folgenschwere Krankheit einzunehmen und mitzuverfolgen, wie er sich von den Schlaganfallfolgen nicht besiegen lässt. Genau diese Perspektive hat mich beim Lesen nicht losgelassen. Ich kann Luise Lutz nur zustimmen, die im Vorwort schreibt: "man kann nicht zu lesen aufhören". 

Vielleicht fesseln der unglaubliche Durchhaltewille und die immer neuen Ideen, mit denen Uwe Keller die großen und kleinen Hindernisse angeht, die der Alltag Menschen mit einer schweren Aphasie in den Weg legt. Wie er sich "sprachlos" gegen eine entwürdigende Maßnahme in der Pflege wehrt oder für seine Mitpatienten einsetzt. Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass er konsequent die Perspektive seines Erlebens einnimmt: wie war das für ihn, als er beispielsweise vom Krankenhaus in die Reha-Klinik wechselte, was ging in ihm bei den ersten Gehversuchen vor. Die verwendeten Worte zeigen eindrucksvoll die große Bandbreite der Gefühle und das Auf und Ab der Emotionen im Umgang mit den Folgen des Schlaganfalls, wie eine kleine Auswahl von Worten zeigt: Angst, Stolz, Verzweifelung, Humor, hadern, griesgrämig, offen, Spaß am Leben, bitter, ärgern, weh tun, hilfbereit, freundlich, Unsicherheit, Hoffnung, ungeheuer schlimm, Trost, Zuspruch, glauben, starker Willen, total gerührt, irgendwie glücklich, unbändiger Willen, total nett, angst und bange, kämpfen, Enttäuschung, weinen, beleidigt, gute Seele, mühevoll, ein unbeschreibliches Gefühl.... Die Ereignisse werden nur soweit beschrieben, wie es nötig ist, um zu verstehen, was im Inneren von Uwe Keller vorging. Gleichzeitig wird dabei die Absicht deutlich, die Uwe Keller mit dem Buch vefolgt: er will anderen Aphasikern Mut machen. Er erlaubt einen Blick in sein Inneres, in sein ganz persönliches Erleben seiner Krankheit, weil er bei allen Wechselbädern der Gefühle überzeugt ist: "ganz weit unten ist der Anfang ins Leben zurück". Er möchte am Beispiel seiner eigenen Krankheitsbewältigung zeigen, dass es gelingen kann, auch nach einem Schlaganfall mit Aphasie und Hemiparese sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dass es möglich ist, auch mit einer schweren Aphasie Spaß am Leben zu haben. 

Das ganze Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, DASS und auch WIE es gelingen kann, ein sinnvolles und selbstbestimmtes Leben mit Aphasie zu führen, nicht Opfer des eigenen Schicksals zu sein, sondern wieder neu Gestalter der Alltags und des Lebens zu werden. Uwe Keller beschreibt, wie wichtig die Menschen sind, vor allem solche Menschen, die Freundlichkeit, Ermutigung und Verständnis vermitteln. Für ganz besonders wichtig hält er Gespräche, die jedesmal auch Übungsmöglichkeit sind, die aber auch mehr Teilhabe und weniger Missverständnisse bedeuten. Für ihn lohnt es sich, dafür die Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, die ein Gespräch für einen Aphasiker mit ganz erheblichen sprachlichen Einschränkungen bedeutet. Dass er sich selbst immer wieder neue Ziele setzt und diese dann ganz ausdauernd und hartnäckig verfolgt, beschreibt er, drängt dieses Verhalten aber nicht als Allheilmittel auf, sondern erwähnt ganz am Schluss seinen Stolz darauf, dass er zu soviel Sprache zurückgefunden hat. Das mutmachende Buch mündet schließlich in einige Ratschläge für den Umgang mit alltäglichen und schwierigen Situationen. 

Auch wenn ich als Logopädin viel über Aphasien gelernt habe und weiß, wie beispielsweise ein Rehabilitationsprozess oder Krankheitsverarbeitung verlaufen kann, habe ich das Buch als Bereicherung erlebt. Ich bin Uwe Keller sehr dankbar, dass er mir erlaubt hat, in der Zeit des Lesens gleichsam in seinen Mokassins zu laufen und sein Erleben seiner Krankheit "von innen" kennenzulernen. Allen, die in der Versorgung von Aphasikern tätig sind, kann ich die Lektüre nur empfehlen. Es ist dem Buch zu wünschen, dass es viele Leser bereichern und ein besseres Verständnis für die gravierenden Folgen einer Aphasie verbreiten kann. Seine Absicht, Mut zu machen, ist dem Autor bestens gelungen, bleibt zu hoffen, dass das Buch möglichst viele Menschen erreicht.

Dr. Monika Rausch




Uwe Keller, Plötzlich sprachlos

 

 

 

 

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