Konstanzer Schriften zur Rechtswissenschaft
Band 142

Gerd J. van Venrooy

Internationalprivatrechtliche
Substitution

1. Auflage 1999, 656 Seiten, 126,80. ISBN 3-89649-398-1

Substitution ist zu verstehen als Ausprägung von Subsumtion in Fallgestaltungen, in denen kraft Internationalen Privatrechts deutsches Recht berufen ist und sich die Frage stellt, ob Tatbestandselemente dieses Rechts durch Auslandsrecht konkretisiert werden können. Substitution bedeutet demnach Konkretisierung von Tatbestandselementen inländischer privatrechtlicher Normen durch Anwendung ausländischen Rechts. Sie ist Doktrin im allgemeinen Teil des deutschen Internationalen Privatrechts. Jede deutsche Norm, die innerhalb eines Privatrechtsfalles angewandt wird, ist grundsätzlich zur Einbeziehung in das Substitutionsverfahren geeignet.

Diese Abhandlung macht Substitution erstmals als Theorie greifbar; sie gibt ihr also die "systematische Ordnung", die Wilhelm Wengler bereits 1943 anmahnte, bislang jedoch ohne Echo. Neu zu entwickeln war in diesem Zusammenhang alles: die Lehre von der Substitution selbst und ihr Platz im Allgemeinen Teil des deutschen Internationalen Privatrechts. Auf diese Weise ergab sich auch ein Erkenntnisgewinn hinsichtlich anderer allgemeiner Lehren, von denen Substitution zu unterscheiden ist. Der hohe theoretische Aufwand rechtfertigt sich zusätzlich durch die Hoffnung, daß auf diesem Wege auch das reale Rechtsleben eine gern aufgenommene Bereicherung erfährt.

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