Hartung-Gorre Verlag

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S

 

 

Arkadius Scheinker

Schoáh in Riga

Nach schöner Kindheit in Riga durch das Ghetto von Riga

im Arbeitskommando BdO, dann im TWL Riga-Mühlgraben und

durch die KZs Stutthof bei Danzig und Danzig-Burggraben

im KZ Gottendorf/Pommern befreit. Eine jüdische Familiengeschichte.

 

Geleitwort von Heiko Haumann. Unter Mitarbeit von Katja Nudelman.

Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn

1. Auflage 2009. 118 Seiten. € 14,80. ISBN 978-3-86628-264-3

 

 

Aus dem Vorwort von Heiko Haumann

Jede Erinnerung ist wichtig und notwendig

 

Herrn Arkadius Scheinker habe ich kennengelernt, als ich mit einer Gruppe von Studierenden der Universität Basel in Lörrach ein Projekt durchgeführt habe, jüdische Emigrantinnen und Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion nach ihrem Schicksal zu befragen. Von Frau Katja Nudelman erfuhr ich dann, dass Herr Arkadius Scheinker ihr seine Erinnerungen an Riga während der Zeit des Nationalsozialismus berichte und sie diese aufschreibe. So entstand die Idee, dieses Zeugnis zu veröffentlichen.

Herr Scheinker erzählt eindrucksvoll vom Leben in Riga unter der deutschen Besatzung, von seinen Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden und Bekannten. Wir sehen die Welt vor uns, die vernichtet wurde.


Prof. Dr. Heiko Haumann lehrt Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar der Universität Basel / Schweiz.


 

 

Aus dem Vorwort von Katja Nudelman

Ein Zeugnis der Schrecken und des Optimismus

 

Auf einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Lager Gurs (Frankreich), wohin im Oktober 1940 zahlreiche Juden aus Baden und der Saarpfalz deportiert worden waren, fragte ich Herrn Scheinker, ob er seine Erinnerungen an die Zeit im Rigaer Ghetto aufgeschrieben habe. In diesem Gespräch stellte sich heraus, daß er schon lange die Idee hatte, Zeugnis von seine ermordeten Familie, von seinen Freunden und Verwandten, von seiner geliebten Stadt Riga und von dem Land abzulegen, das er verlassen mußte. Da ich mich in der Lage sah, diese Erinnerungen aufzuschreiben, kamen wir überein, uns nach der Rückkehr nach Deutschland zu treffen. Am 4. Januar 2006 begann die Arbeit.

   Unser Ziel war es nicht, einen schön strukturierten "Roman" zu schreiben, sondern einen historischen Bericht über jene schreckliche Zeit. Herr Scheinker diktierte mir seine Erinnerungen und Gedanken, und ich schrieb sie in den Computer. Er versuchte dabei, die Geschichte seiner im Holocaust umgekommenen Familie aus der Sicht eines damals 19- bis 20-jährigen Jungen und zugleich aus der des heute schon einige Jahre älteren Mannes darzustellen.

   Das Buch ist nicht nur ein Zeugnis der Schrecken jener Zeit zwischen 1939 und 1945, sondern auch ein Beispiel dafür, daß es selbst in schlimmsten Situationen manchmal gute Menschen gibt, die zu Hilfe kommen. Für mich ist dieses Buch ein Beispiel für die Stärke und den Optimismus von Menschen, die selbst in schwierigsten Momenten ihres Lebens die Kraft zum Lachen hatten.

 

 

Bücher aus der Edition Schoáh & Judaica,
herausgegeben von Erhard Roy Wiehn

 

 

3866283256

 

Max Kaufmann

Churbn Lettland

The Destruction of the Jews of Latvia

Foreword by George Schwab

Preface by Paul A. Shapiro

Introduced by Gertrude Schneider

Translated from the German by Laimdota Mazzarins

Edited by Gertrude Schneider and Erhard Roy Wiehn

Konstanz 2010; 296 pages. € 24,00. ISBN 978-3-86628-315-2

 

 

Max Kaufmann, Churbn Lettland - Die Vernichtung der Juden Lettlands.
(Reprint zum Gedenken an Max Kaufmann)
Konstanz 1999, 579 Seiten, € 34,77. ISBN 3-89649-396-5

Basja Zin, Wie ein grauenhafter Traum - Vier Jahre zwischen Leben und Tod. Jüdische Schicksale in Lettland 1941-1945.
Konstanz 1998, 48 Seiten, € 10,12. ISBN 3-89649-363-9

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