Hartung-Gorre Verlag

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Bücher von Hedwig Brenner im Hartung-Gorre Verlag

 

 

 

Hedwig Brenner
Jüdische Frauen in der bildenden Kunst - Ein biographisches Verzeichnis.
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
1998, 236 Seiten € 20,35. ISBN 3-89649-199-7

 

(vergriffen!)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hedwig Brenner
Jüdische Frauen in der bildenden Kunst II - Ein biographisches Verzeichnis.
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
2004, 376 Seiten mit Bilder-CD auch zum 1998 erschienenen Band I
€ 24,80. ISBN 3-89649-913-0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hedwig Brenner
Jüdische Frauen in der bildenden Kunst III - Ein biographisches Verzeichnis.
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
2007, 282 Seiten mit Bilder-CD. € 22,50. ISBN 3-86628-120-X

 

 

 

 

 

Hedwig Brenner
Jüdische Frauen in der bildenden Kunst IV - Ein biographisches Verzeichnis.
Unter Mitarbeit von Jutta Obenland
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
1. Auflage 2011, 178 Seiten mit Bilder-CD. € 19,80. ISBN 978-3-86628-333-6

 

 

 

 

Hedwig Brenner

Jüdische Frauen in der bildenden Kunst V - Ein biographisches Verzeichnis.

Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn

1. Auflage 2013, 176 Seiten mit Bilder-CD. € 19,80.

ISBN 978-3-86628-473-9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hedwig Brenner

Jüdische Frauen in Musik und Tanz VI

Ein biographisches Verzeichnis

Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn

1. Auflage 2017, 178 Seiten. € 19,80
ISBN 978-3-86628-582-8

 

 

 

 

 

 

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Brenner, Jüdische Frauen in der bildenden Kunst

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Hedwig Brenner

Begegnungen mit Menschen und Städten

1919-2014
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
2015. 158 Seiten, zahlreiche Bilder u. Dokumente.€ 19,80.
ISBN 978-3-86628-524-8

 

Hedwig Brenner

Mein altes Czernowitz

Erinnerungen aus mehr als neun Jahrzehnten.
1918-2010.
Unter Mitarbeit von Marie-Elisabeth Rehn
Herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
Konstanz 2010, 132 Seiten, zahlreiche Bilder u. Dokumente.€ 14,80.
ISBN 978-3-86628-320-6 u. 3-86628-320-2

 

Hedwig und Gottfried Brenner

Zum Andenken und Nachdenken

Kurzgeschichten, Lyrik und Malerei
aus Czernowitz und Israel.
2011, 154 Seiten, € 19,80. ISBN 978-3-86628-399-2

 

 

 

„Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“

Eine Besprechung von Christel Wollmann-Fiedler im März 2011

(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 

Seit neunundzwanzig Jahren lebt Hedwig Brenner in Israel, in Haifa. Ein bescheidenes Leben führt sie in der neuen Heimat, erst sehr spät, vor Jahren,  wurde sie Schriftstellerin. Familienbiographien schrieb sie und vor allem entstanden durch ihre Energie und ihren Arbeitseifer Lexika über Jüdische Frauen in der bildenden Kunst. Ca. 1350 jüdische Künstlerinnen nahm sie in diese Nachschlagewerke auf. Recherchiert hat sie in der ganzen Welt über mehrere Jahre, um diese künstlerischen Lebensbilder zusammenzubekommen. Längst gestorbene, in Konzentrationslagern umgekommene, noch lebende Frauen in aller Welt und junge jüdische Künstlerinnen vereinte sie in diesen Werken. Eine großartige Arbeit hat die fast 93jährige Hedwig Brenner, für die Zukunft geschaffen!

 

Nach dem Tod des Ehemannes begann Hedwig Brenner als damals Achtzigjährige in Haifa mit dem Computer zu arbeiten, die alte Schreibmaschine hatte ausgedient. In fünf Sprachen korrespondiert sie seitdem bei Tag und Nacht per Mail mit der gesamten Welt und natürlich auch mit „ihren“ Künstlerinnen. In diesen Tagen erschien der 4. Band über Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst, ebenso die dazugehörige CD mit Kunstwerken dieser genannten Frauen. Hedwig Brenner nennt ihre Arbeit ein „unkonventionelles Lexikon“. Ob konventionell oder unkonventionell, eine Fundgrube für Kunsthistoriker und eine Ehre für die vielen Künstlerinnen, die in dieses Lexikon aufgenommen wurden, ist es allemal. Eine Erinnerung für die Ewigkeit hat Hedwig Brenner diesen Künstlerinnen in den vier Bänden gegeben!

 

Nicht nur Rose Ausländer, Paul Celan und viele andere bekannte Schriftsteller kamen aus Czernowitz, auch Hedwig Brenner. Über ihre Kindheit und Jugend in der Bukowina hat sie in den beiden Familienbänden erzählt, auch über die inzwischen zum Mythos geworden Stadt Czernowitz schrieb sie im Jahr 2010 ein Bändchen „Mein Altes Czernowitz“, ebenfalls erschienen bei Hartung-Gorre in Konstanz, mit ihren Erinnerungen an die Stadt von damals.

 

Czernowitz wurde 1944 zum zweiten Mal in wenigen Jahren von der Roten Armee besetzt und kurz darauf kam die Nordbukowina zur Sowjetunion und die Südbukowina blieb den Rumänen. Die Brenners wollten nicht bei den Sowjets leben und kauften sich 1945 eine Ausreisebewilligung. Mit dieser illegalen Bewilligung verließ Hedwig Brenner ihr geliebtes Czernowitz und ging mit ihrem Mann nach Ploiesti, ins Petrolgebiet in Rumänien, sechzig Kilometer nördlich von Bukarest und kam vom Regen in die Traufe. Rumänien schloß die Grenzen zum Westen und das Land wurde eine große Erfahrung ihres Lebens. Nicht zimperlich war der Staat und das Leben wurde schwer.

 

Die jüdische Familie Brenner wollte nach Israel auswandern, doch die Ceausescuadministration ließ es nicht zu. Als Rentner erst konnten das Ehepaar Hedwig und Gottfried Brenner mit der damals bereits einundneunzigjährigen Mutter und den erwachsenen Söhnen ins Gelobte Land auswandern. Die deutsche Muttersprache ist ihr geblieben, Hebräisch wird sie im nächsten Leben lernen, versprach sie.

 

 

 

Rezension in „Zwischenwelt“, Jg. 24/ 1-2 Seite 70

 

Die unermüdliche aus der Bukowina stammende israelische Forscherin Hedwig Brenner hat den dritten Band ihrer biographischen Enzyklopädie über jüdische Künstlerinnen vorgelegt. Die drei Bände verzeichnen über 1000 lebende Künstlerinnen aus aller Welt. Es versteht sich von selbst, daß Vollständigkeit hier nicht möglich ist. Gemeinsam ist ihnen nur ihre jüdische Herkunft, nicht ihre jüdische Identität oder die jüdische Thematik in ihrer Kunst, wie Marianne Hirsch, Professorin an der Columbia University in New York, in ihrer Einleitung betont. Dem Band, der auch einige in Wien geborene Künstlerinnen enthält, ist wieder eine CD mit Abbildungen beigegeban. Der Band wurde vom Weltverband der Bukowiner Juden, von Lotte Gottfried-Hirsch und weiteren Freunden, die nicht genannt werden wollten, gefördert. - E.A.

 

 

Rezension in „David Jüdische Kulturzeitschrift“,  24. Jahrgang, Nr. 95, Dezember 2012. Seiten 52-53

 

Hedwig Brenner ist 94 Jahre alt und frisch gekürte Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst. Nur mit Mühe überlebte sie die NS-Zeit im Czernowitzer  Getto. Ging dann, 1945, nach Rumänien. Nicht weniger als 130 Ausreiseanträge stellte sie nach eigener Aussage von hier, bis sie samt Familie endlich, 1982, nach Haifa gehen durfte. Eine gehörige Portion Humor hat sie sich dennoch - oder gerade deshalb, als Überlebensstrategie - bewahrt: Eine Metamorphose von der Physiotherapeutin zur Lexikografin" habe sie durchlebt, resümiert sie ihre Vita im Schnelldurchlauf und lacht. Damals im Oktober 2011, als sie im Hörsaal des Dessauer Bauhauses Rede und Antwort steht zu den Triebfedern ihres Lexikons ,,Jüdische Frauen in der bildenden Kunst". Als Physiotherapeutin sei es ihr nicht anders ergangen als vielen Friseusen, fährt sie fort: Zahlreiche Klientinnen hatten ihr vertrauensvoll das Herz ausgeschüttet. Dies habe ihr Interesse an Frauenbiographien entfacht. Und letztlich den Grundstein für ihr Werk ,,Jüdischen Frauen in der bildenden Kunst“ gelegt, dessen vierter Band 2011 erschien.

Brenners kleines Opus Magnum in Paperback hat mit Band IV einen stattlichen Umfang erreicht - 1072 Seiten voller Künstlerinnen-Biografien. In aller Welt gesammelt. Einziger gemeinsamer Nenner: Die jüdischen Wurzeln und die künstlerische Tätigkeit - sei es als Videokünstlerin oder als Malerin, als Graphikerin, Fotografin, Bildhauerin, Architektin. Bekannte und Vergessene weilen darunter. Gut Erforschte und Verdrängte. Längst Verstorbene und Hochlebendige. So findet im neuen Band die US-amerikanische Kultfotografin Nan Goldin (*1953) Platz neben der weithin vergessenen, in Sobibor ermordeten ungarisch-österreichischen Malerin Gina Eibenschütz (1889-1942). Schon im ersten Buch stieß die viel gezeigte AIIround-KünstIerin Sonia Delaunay (1885-1979) auf die dauerignorierte Malerin Else Meidner (1901-1987). Zeitlebens und zu ihrer Verzweiflung wurde Meidner in den Schatten ihres Gatten, des Malers Ludwig Meidner, gedrängt. Als „Pionierarbeit“ titulierte der Herausgeber der  „Jüdische Frauen in der bildenden Kunst“, Erhard Roy Wiehn, bereits den ersten Band. 1998 erschien er. Jetzt, nach Abschluss des vierten, scheint Wiehns Adelung endgültig berechtigt. Brenner indes bleibt bescheiden: „Ich hatte nie gehofft, dass es vier Bände werden würden.“

„Mein unkonventionelles Lexikon“ nennt Brenner ihr Werk. Nicht weniger als ,,ins rechte Licht rücken“ soll es - ,,die hervorragende Rolle jüdischer Frauen auf dem ihnen jahrhundertelang verwehrten Gebiet der bildenden Kunst“. Nicht dezidiert ForscherInnen, sondern „Kunstinteressierte“ sind Brenners Zielgruppe. Wissenschaftlicher Pedanterie bietet sie daher kaum Platz: Weder wurden die Texte auf kunsthistorische Treffgenauigkeit lektoriert. Noch Iassen sich alle Quellen auf Anhieb erschließen. Bei manchem Namen ist die Verwunderung groß - verfügte Architektin Lilly Reich tatsächlich über jüdische Vorfahren? Gleichwohl, dies alles kann dem opulenten Unterfangen kaum schaden. Als schier unerschöpflicher Ideenpool kann er mühelos auch Wissenschaftlerlnnen zu vertiefender Recherche inspirieren. Denn seit Gisela Breitlings rühmlichem Buch „Die Spuren des Schiffs in den Wellen“ (1980), das nicht nur genderbewußte KunsthistorikerInnen in Deutschland aufrüttelte, sondern nach eigenem Bekunden auch Hedwig Brenner im fernen Haifa zu ihrem Vierbänder motivierte, hat sich zwar einiges getan. Aber eben nur einiges: In den meisten Lexika bleiben Künstlerinnen unverändert unterrepräsentiert. Erst recht die jüdischen, deren Lebenswege — u.a. wegen der Schoah — mitunter beinahe nicht rekonstruierbar sind. Gut also, dass Brenner schon 2011 in Dessau über einen möglichen fünften Band der „Jüdischen Frauen in der bildenden Kunst“ nachdachte. Gern würde sie darin Architektinnen stärker berücksichtigen. „Sofern“, wendet sie ein, „der liebe Gott will“. Hoffentlich will er.

Annette•Bussmann (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 

Rezension in „David Jüdische Kulturzeitschrift“,  26. Jahrgang, Nr. 100, April 2014. Seiten 54-55

(mit freundlicher Genehmigung der Autorin Christel Wollmann-Fiedler)

 

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